Jethru Tull

JETHRO TULL am 31.05.2008 im Naturtheater Steinbach-Langenbach

Bericht vom JETHRO TULL-Konzert am 31.05.2008 im Naturtheater Steinbach-Langenbach


von Frank Freyboth und Jürgen Heyer



Auf den Plakaten stand es, 40-jähriges Bühnenjubiläum, was soll man da noch sagen. Dinosaurier der Rockmusik, bei denen sich die Gelehrten immer noch streiten, welcher Stilrichtung die Band um Ian Anderson zugeordnet werden kann. Mal waren es Hardrocker, mal Folkies, mal wurde die Band zum Progressiv-, mal Artrock gezählt.
Mir geht das alles ziemlich am A.... vorbei, mir ist das völlig egal, welche Musik TULL spielen, sie haben mich über Jahrzehnte hinweg mit ihrer eigenständigen Musik begeistert.
Der Stil von Jethro Tull ist nicht kopierbar, die Verschmelzung verschiedener Musikrichtungen ist nur dieser Band so hervorragend gelungen.
Also war es für mich selbstverständlich, nach Ankündigung des Konzertes in Steinbach-Langenbach sofort Karten zu besorgen. Mutig wie ich nun mal bin, fragte ich auch beim Vorsitzenden Jürgen nach, ob er nicht auch mal Lust hätte, ein Konzert zu besuchen, das aber auch rein gar nichts mit den Beatles zu tun hatte. Wie groß mein Erstaunen, er sagte zu.
Beim Kartenkauf gleich ein Dämpfer, da die Verkäuferin, komische Frau, gleich orakelte, das Konzert fällt bestimmt aus, die wollten schon mal dort spielen und sind nicht gekommen. Das hielt mich aber nicht ab, im Nachhinein, Gott sei Dank.
Termin war der 31. Mai, da war doch noch was. Ach ja, an dem Tag hätte Rot-Weiß Erfurt eventuell ein Endspiel um den Aufstieg in die zweite Bundesliga gegen Fortuna Düsseldorf haben können. Daraus wurde inzwischen leider nichts, dafür hat es aber der Club aus der verbotenen Stadt geschafft, in unsere Liga zu kommen.
Nach dem erwähnten Spiel gleich nach Hause unter die Dusche, auf Jürgen gewartet, und ab ins Auto. Das Duschen hätte ich mir sparen können, es goss aus allen Kübeln. Der Wetterbericht für den Thüringer Wald ließ auch nichts Gutes ahnen. Schon kam mir die Ankündigung der Kartenmamsell in den Sinn, aber erst einmal hin, mal sehen, was passiert. Je weiter und höher wir auf der A71 kamen, um so besser wurde das Wetter.

An der Ausfahrt großes Rätseln, wo geht es denn jetzt lang, und wie es meistens passiert, die falsche Route gewählt. Na ja, 12 km Umweg gehen ja noch. An einer AVIA-Tankstelle mal schnell rein, und nach dem Weg gefragt. Der Tankwart zeigte sich nicht unfreundlich, eher etwas genervt, da schon eine nicht zu benennende Anzahl von Verfahrern bei ihm nach dem Weg gefragt hatten, ?Wieviele denn noch??. Seine Wegbeschreibung führte uns genau ans Ziel, im Schlepptau hatten wir genug Fahrzeuge, die sich auf meine Ortskenntnis verlassen hatten.
Angekommen, erst einmal eine Bratwurst aus Thüringer Landen, dazu eine Cola, die so schmeckte, als ob hier Vita-Cola eine Lizenz vergeben hatte. Aber alles okay und jetzt rein ins Vergnügen.
Das letzte mal, dass ich in dem Naturtheater war, muss so ca. 45 Jahre her gewesen sein. Damals war ich mit meiner leider schon verstorbenen Oma bei einem ihrer Betriebsausflüge dabei. Man spielte die Operette ?Der Vogenhändler? von Carl Zeller, wie ihr seht, habe ich mich damals schon für alte Musik interessiert.
Mit an Bord war auch mein Freund Stephan Neumeister, der bei der Telekom beschäftigt ist. Hier gab es wieder einen Bezug zu der erwähnten Operette, denn bei der Post geht?s nicht so schnell.
Das Naturtheater Steinbach-Langenbach bietet etwa 3.000 Sitzplätze und ist Thüringens größte Naturbühne. Der erste Spatenstich zur Errichtung des Naturtheaters fand am 23. Juni 1955 statt. Die ersten Erdarbeiten begannen am 24. Juli 1955. Der Aufbau geschah im damaligen ?Nationalen Aufbauwerk? (NAW); die Arbeiten erfolgten damit unentgeltlich. Die Einweihung der Naturbühne fand am 30. Juni 1957 statt.
Ein wahrhaft wunderschönes Ambiente. Von allen Plätzen aus hat man sehr gute Sicht, und so stellte die Platzsuche gar kein Problem dar. Das Wetter hielt ebenfalls, gelegentlich ließ sich die Sonne sehen, kein Vergleich zum Wetter bei der Abfahrt in Erfurt. So beim Herumschauen, was für eine Klientel denn da ist, war ich nicht weiter überrascht, alle so etwa in unserem Alter, wahre Musikkenner.
Dann war ich gänzlich erstaunt, kam mir doch ein Gesicht mit einem markanten Oberlippenbart ziemlich bekannt vor. Die letzten funktionierenden grauen Zellen angestrengt, ja es war Berno Kremlitschka, mein Chef für fünfeinhalb Jahre, die ich beim Createam in Jena gearbeitet habe. Mal zur Begrüßung hin, er schien mich trotz meines Basecaps auch erkannt zu haben, kleinen Plausch gemacht, was , Du auch hier, na wie geht?s, was machst Du jetzt, schöne Grüße an alle. Habe mich wirklich gefreut, ihn mal wieder zu sehen, habe ich an die Zeit beim Createam doch nur gute Erinnerungen, was man ja heute nicht von allen Chefs oder Arbeitgebern behaupten kann.
Eine Vorband sollte es nicht geben, zumindest war auf der Karte kein Support angekündigt. Dann kam jedoch noch vor der angekündigten Zeit der Meister auf die Bühne und kündigte eine gewisse Saori Jo an. Natürlich kannte die junge Frau niemand und deswegen habe ich mal im Netz geforscht.

Saori Jo ist der Name einer jungen Französin, die gemeinsam mit ihrem Gitarristen Franck Schmidt für das Vorprogramm verantwortlich war. Bei einem ihrer Titel kam Ian Anderson mit seiner Flöte auf die Bühne. Die Pianistin und Sängerin begann ihre musikalische Laufbahn bereits im Alter von 6 Jahren mit dem Piano und komponierte schon mit 11 Jahren ihre ersten eigenen Stücke. Die junge Frau macht Musik, die man in die Richtung Chanson-Rock eingliedern kann. Mit ihrer kraftvollen Stimme konnte Saori Jo das Publikum schnell für sich gewinnen. Jethro Tull haben jedenfalls bei der Auswahl von Saori Jo ein gutes Händchen gehabt.
Das Warten auf den Hauptact war nicht all zu lange, um 20:30 sollte es losgehen. Jethro Tull nahm sich das akademische Viertel, mehr nicht, alte Männer müssen eben früh ins Bett.
Auf die Titelfolge war ich sehr gespannt, hatte ich doch TULL schon am 24. Juni 1999 in der Erfurter Messehalle erlebt. Damals spielte die Band aus fast jedem Album einen Titel und das in chronologischer Reihenfolge, alle Hits waren dabei. Der Meister Ian Anderson trat wie nicht anders erwartet, in einem Outfit auf, dass doch sehr an einen Seeräuber erinnert. Das Kopftuch, diesmal schwarz, ist ja schon Pflicht, vor allem, wenn einem der Haarwuchs im Alter dazu verdammt.

Los ging es mit My Sunday Feeling.
Der Song stammt von der ersten LP der Band THIS WAS aus dem Jahre 1968 und er ist auch der erste Titel der Platte, so zu sagen TULL?s Erstling.
Insgesamt spielen Tull gleich drei Titel aus ihrem Erstlingswerk. Zu meiner großen Freude vergaß Jethro Tull dabei auch den Song For Jeffrey nicht, ein Hammertitel.
Wer die DVD vom Rock?n?Roll Circus der Stones hat, kann hier eine Liveperformance bewundern. Der Song wurde für den damaligen Bassisten Jeffrey Hammond-Hammond geschrieben.
Bei Serenade To A Cuckoo konnte Ian wieder mit seinem Instrument brillieren.
Wie er dabei die Rufe des Kuckucks imitiert, ist schon meisterlich und passte zu der waldreichen Umgebung.
Heute ist THIS WAS immer noch ziemlich unterbewertet, was auch nicht verwundert. Die Richtung war noch nicht klar, Blues und auch härtere Sachen sind hier vertreten, klassische Klänge gibt es ebenfalls. Die zukünftige Richtung ist aber in vielen Teilen der Songs schon erkennbar.
Amüsant ist dabei der Titel der Platte, das war?s, schon recht seltsam für ein Debut.
Weiter mit Living In The Past vom gleichnamigen Album von 1972.
Diese Platte war eher ein Sampler, erschienen hier zumeist Titel, die vorher als Single oder EP auf den Markt kamen.
Das gespielte Living In The Past stellt dabei den absoluten Hit dar, der gerade wegen seines etwas krummen Rhythmus ein Hit wurde. Dann griff Ian Anderson mal nicht zur Flöte, sondern zur Munti. Jethro Tull begab sich mit So Much Trouble in eine Zeit, als man in den Anfangsjahren noch im berühmten Marquee in London spielte. Zuvor erzählte Ian Anderson noch eine kleine Geschichte zu dem Song. Er stammte von einem amerikanischen Jazzer, den Namen habe ich leider vergessen, der es fertig gebracht haben soll, nicht nur mit zwei, sondern auch mit drei Saxophonen gleichzeitig zu spielen. Ian fragte das Publikum süffisant, ob wir und das bei Monica Lewinsky vorstellen könnten.
Mehr solcher bluesiger Titel, die alle im Marquee am 23.07.1968 aufgenommen wurden, gibt es auf der Neuveröffentlichung von THIS WAS-40th Anniversary Collectors Edition.
Bis auf den gespielten Titel gibt es aber hier wirklich nichts Neues, lediglich die arbietung einiger Songs live.
Den nächster Schwerpunkt des Konzertes bildete ausschließlich der zweite Longplayer von Jethro Tull ? STAND UP.
Die Platte erschien 1969 und enthält ein paar wirklich außerordentlich gute Titel.
Am Bekanntesten dürfte wohl die Bach-Adaption Bourée sein, die Ian Anderson auf seiner Flöte auch wieder glanzvoll darbot. Wie ein Derwish ging es von der Bühne von links nach rechts und wieder zurück, ganz beachtlich für einen Mann, der schon 60 Lenze zählt. Ich liebe diese Platte, beinhaltet sie doch einen meiner absoluten Lieblingstitel von Jethro Tull, We Used To Know, was hier abgeht, ist einfach sagenhaft. Von einer akustischen Gitarre sanft und leise begleitet, singt Anderson etwas melancholisch, dann erfährt der Song durch die Flöte eine langsame Steigerung die dann in zwei immer härter werdenden furiosen Gitarrensoli von Martin Barre gipfelt, eine der besten Leistungen, die Barre je abgeliefert hat.

Apropo Martin Lancelot Barre, seit Dezember 1968 ist er außer Ian Anderson das einzig ständige Mitglied von Jethro Tull. Er akzeptierte den autoritären Stil von Anderson und ertrug alle Macken seines Chefs und ist eigentlich auch gar nicht wegzudenken.

Der Text des Liedes sollte einen auch etwas nachdenklich stimmen
In Winternächten wird mir kalt
Todesängste lassen uns altern
Wir können das Rennen gewinnen,
wenn wir nur langsam machen
Dass Jethro Tull auch Balladen meisterhaft beherrschen, wurde bei Reasons For Waiting hörbar. Mit Akustikgitarre und der obligatorischen Flöte zelebriert Anderson eines seiner schönsten Liebeslieder. Er würde 1.000 Meilen und mehr fahren, um die Hand seiner Liebsten zu halten.
Weitere Titel der Platte waren For a Thousand Mothers und A New Day Yesterday. Letztere gerieten wieder etwas härter, wobei der zweitgenannte wieder eine Lebensweisheit offenbarte, was gestern noch neu war ist heute schon wieder veraltet.
Und weil es nun einmal immer der Reihe nach ging, kamen als nächste Titel zwei Songs vom dritten Longplayer BENEFIT.
To Cry You A Song sorgte schon kurz nach Erscheinen der Platte für Aufsehen. Die Textzeile Flying So High war der Anlass für allerlei Spekulationen, unterstellte die Presse doch Ian Anderson, dass er Drogen nahm. Ian war aber nie mit Drogen in Berührung gekommen.
Sossity:You?re A Woman, ein sehr getragener, melancholischer Titel, erzählt die Geschichte einer Lady, die durch ihr eigenes Verhalten unausweichlich der Einsamkeit entgegen geht.
Dein Lächeln am Morgen ist abgenutzt
Mach mir doch mal eine Freude und erzähle nicht immer deine pathetischen Lügen
Der bitter-süße Kuss sagt, unsere Beziehung ist zu Ende
Die Tränen, die du weinst sind nur für Dich
Es ist traurig ,ich bin wieder allein, aber noch trauriger ist es, dich altern zu sehen
Nun war ich der Meinung, dass wir nun allmählich zur vierten Platte kommen, den Gefallen tat uns Ian Anderson aber nicht.
Es kam zu einem Zeitsprung von fast 10 Jahren. Wir landeten mit Heavy Horses im Jahr 1978. Ein geiler Titel, der dazu noch äußerst ausdrucksstark ist, genau wie das gesamte gleichnamige Album.
Ian Anderson widmete diese Platte ausdrücklich allen Arbeitspferden Großbritanniens, die jahrhundertelang die Stütze der britischen Landwirtschaft waren. Mit Heavy Horses werden die großen Kaltblüter bezeichnet, auf deren mächtigen Rücken die Hauptlast der Wald? und Feldarbeit lag. Anderson setzt diesen majestätischen Tieren mit diesem Song ein würdiges Denkmal. Die wunderbare Ballade erzählt in ausdrucksstarken Textbildern vom Aussterben der treuen Helfer und dem rührenden Versuch, ihre Art zu erhalten. Indirekt macht er dabei den britischen Bauern den Vorwurf, am Aussterben dieser Pferde nicht ganz schuldlos zu sein, denn mit dem Aufkommen der Traktoren verschwanden diese Tiere immer mehr. In plastischen Bildern beschreibt er die Blütezeit der Pferde, wenn sie z.B am Morgen im glänzenden Geschirr mit donnernden Hufen ganze Ortschaften weckten.
Nach diesem Zeitsprung gab es den nächsten, wieder fast 10 Jahre.
1987 erschien CREST OF A KNAVE.
Von diesem Album wurde Farm On A Freeway gespielt, ein sehr ruhiger Titel.
Trotzdem übt Ian Anderson hier wieder herbe Kritik am System in England. Beschrieben wird der Gemütszustand eines Farmers, der sein Land, das er vom Vater geerbt hatte, notgedrungen verkaufen musste, jetzt stehen hier Chipfabriken, ein Flughafen und andere Geschäftsgebäude und mitten durch führt eine großer Freeway. Es war keine Ponderosa, kein Southfork, es war aber mein Zuhause. Was soll ich mit einer Million und einem Pick-Up?
Beim nächsten Titel war ich förmlich aus dem Häuschen, erstaunte es mich doch, dass Jethro Tull diesen Titel live spielt. Thick As A Brick ist wohl eines der großen Meisterwerke der Band. THICK AS A BRICK aus dem Jahr 1972 gilt bei den meisten ?Tullies? als das ultimative Album.
Die Platte besteht eigentlich nur aus jenem Titel, die Unterbrechung war der zeitlichen Begrenzung des Mediums Platte geschuldet. Erzählt wird die Geschichte des achtjährigen Gerald Bostock, der für sein Gedicht ?Thick as a brick?(dt. etwa ?Dumm wie Bohnenstroh? ) einen Nachwuchs-Literaturpreis erhalten hatte, der ihm aber nach massiven Protesten wegen seines angeblich blasphemischen Inhalts wieder aberkannt wurde.
Das Album ist ein Beispiel dafür, wie Rock unheimlich kunstvoll gemacht sein kann und dabei gut hörbar, fast eingängig bleibt. Beim ersten Hören war ich nicht sonderlich beeindruckt. Dieses Werk erschließt sich einem erst nach dem dritten bis vierten mal, aber dann lässt es einen nicht mehr los.
Die erste Seite der Platte wurde etwas gekürzt dargeboten.
Hier bewies jedes Bandmitglied, dass es sein Instrument absolut beherrscht.
Besonders dem Keyboarder John O?Hara gelang es, dass man kaum einen Unterschied zur Plattenfassung hören konnte.

Es gibt nur wenige Titel von Jethro Tull, die diesen Act noch hätten toppen können, und der nächste gehört zweifellos dazu.
Aqualung, von der gleichnamigen LP aus dem Jahr 1971, kennt wohl jeder.
Die LP erzählt die Geschichte eines armen gescheiterten Menschen, der quasi in den letzten Atemzügen liegt.
Es erinnert an das Atemgeräusch, wenn man eine Tauchersauerstoffflasche benutzt, was zugleich auch die deutsche Übersetzung für das Wort Aqualung ist.
Er will sich aber nicht nur in die Mitleidsmasche verstricken, sondern verpasst seinem Aqualung auch einen negativen Touch, wo er beschreibt, wie der Obdachlose auf einer Parkbank sitzend kleine, unschuldige Mädchen beobachtet.
Inspiriert zu dem Song wurde Ian Anderson von Fotos seiner damaligen Frau Jennie.
Interessant ist auch, dass Anderson mit dem Cover der fiktiven Figur Aqualung ein Erscheinungsbild gab, dass doch sehr dem Aussehen Andersons in der damaligen Zeit ähnelte, hatte er doch auch eine lange zottelige Matte und trat gerne im alten Morgenmantel seines Vaters auf.
Das Gitarrensolo von Martin Barre kam unter den besten Soli aller Zeiten auf Platz 25.
Der Titel bildete einen perfekten Abschluss des Konzertes. Die Band verabschiedete sich, wurde aber vom Publikum noch einmal auf die Bühne geholt, denn einen Titel wollten wir unbedingt noch hören. Die Band enttäuschte uns nicht.
Langsam, mit bekannte Akkordeon begann er am Klavier, wurde etwas heftiger und von der Gitarre untermalt, und dann der ultimative Kick, Locomotive Breath.
Immer noch ein Kracher und man bedenke, dass schon 37 Jahre seit seiner Entstehung vergangen sind.
Die Band verneigte sich vor dem Publikum, die Lichter gingen aus, das war?s leider schon.
Das Konzert kann man durchaus als gelungen bezeichnen, auch wenn man sagen muss, dass Ian Anderson die Titelfolge bewusst gewählt hat. Zwischen Gesangseinlagen wurden immer wieder Soli eingestreut, es folgten niemals zwei härtere Titel nacheinander. Das alles hing wohl damit zusammen, dass Andersons Stimme im Laufe der Jahre stark nachgelassen hat. Ian Anderson hatte ca. 1985 eine ernste Stimmbandentzündung mit der Folge, dass ihm von ärztlicher Seite das Singen für unbestimmte Zeit ganz verboten wurde. Es stand nämlich tatsächlich auf der Kippe, ob es jemals mit Jethro Tull weitergehen würde.
Die Abfahrt gestaltete sich problemlos und ging auch ganz zügig vonstatten. Ich hing mich einfach an Autos mit Weimarer oder Erfurter Kennzeichen, damit war das Finden der Autobahnauffahrt kein Problem.
Gegen Mitternacht waren wir wieder zu Hause, Jürgen stieg in sein Auto um, nur so richtig zufrieden schien er mir nicht, es fehlten halt Ringo oder Paul.
Aber es hat uns allen gefallen, Konzert und Ambiente, alles okay.

Hier noch einmal tabellarisch alle gespielten Songs

My Sunday Feeling  
This Was 1969
  
Living In The Past  
Living In The Past 1972
  
So Much Trouble  
Live At The BBC Marquee 1968
  
Serenade To A Cuckoo  
This Was 1968
  
Nursy  
Living In The Past 1972
  
Song For Jeffrey  
This Was 1968
  
Sossity: You?re A woman  
Benefit 1970
  
Reasons For Waiting  
Stand Up 1969
  
Bourée  
Stand Up 1969
  
A New day Yesterday  
Benefit 1970
  
For a Thousand Mothers  
Stand Up 1969
  
We Used To Know  
Stand Up 1969
  
To Cry you A song  
Benefit 1970
  
Dharma For One  
This Was 1968
  
Heavy Horses  
Heavy Horses 1978
  
Farm On A Freeway  
Crest Of A Knave 1987
  
Thick As A Brick  
Thick As A Brick 1972
  
Aqualung  
Aqualung 1971
  
ZUGABE  
Locomotive Breath  
Aqualung 1971
  


Jetzt noch Fotos der bisher nicht erwähnten Bandmitglieder

Doane Perry ? Schlagzeug

David Goodier ? Bass


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